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2020 – Ein kurzer Rückblick (24.12.2020) 

 

Was für ein Jahr liegt nun fast hinter uns? 

Nichts anderes prägte 2020 so sehr wie die einschneidenden Veränderungen, die auf Wirtschaft und Gesellschaft im Zuge der COVID-19-Pandemie wirkten und noch immer wirken. 

War auf Grund des Koalitionsvertrages der großen Koalition bis zur nächsten Bundestagswahl am 26. September 2021 nicht mit großen Steuerreformen zu rechnen, wurden auf Grund der Pandemie, um betroffene Unternehmen vor dem Schlimmsten zu bewahren, Unterstützungs- und Überbrückungsregelungen in einem beeindruckenden Stakkato und mit bedeutendem Gewicht erlassen, wie man dies noch nicht einmal während der Finanzkrise erleben konnte. 

Darunter waren auch einige Maßnahmen, die zu sehr mit heißer Nadel gestrickt wurden. So brachte beispielsweise die vorübergehende Senkung der Umsatzsteuer im Klein- und Mittelstand mehr Verwaltungsaufwand durch Umstellung der Kassen-, Rechnungs- und Buchführungssysteme mit sich, als sie letztlich einbrachten. Auch waren die Hürden für den Erhalt der Überbrückungshilfe I viel zu hoch, sodass nur die außergewöhnlich stark von der Krise betroffenen Unternehmen Zugang hierzu hatten. 

Zudem spielte die Technik nicht immer mit. Bisher hinkte die Gesetzgebung der Technik oft meilenweit hinterher. In der Corona-Krise war es – wie vieles – andersherum. Für die Anfang November beschlossene Novemberhilfe wurde erst Ende November eine Schnittstelle für die Antragsstellung zur Verfügung gestellt. Anfang Dezember wurde dann bekannt, dass lediglich Abschlagszahlungen auf die Novemberhilfe geleistet werden können, da den Bundesländern die Software zur Bearbeitung der Anträge fehle. Die Programme würden erst kurz vor Weihnachten zur Verfügung stehen, sodass sich die Auszahlung der dringend benötigten Liquidität über zwei Monate bis in den Januar 2021 verzögert. 

Daneben wurden während der beiden Lockdowns ganze Berufszweige in Kurzarbeit und Homeoffice verbannt. Dadurch entstand nebenbei ein gewaltiger Digitalisierungsschub, nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Corona und die notgedrungene Distanz zwischen den Menschen haben in vielen Bereichen – etwa bei Video-Konferenzen und dem digitalen Belegaustausch – bereits laufende Entwicklungen beschleunigt oder ganz neue angestoßen. 

Diese Chance wollen wir ergreifen und die Digitalisierung bei unseren Mandanten und damit deren Wettbewerbsvorteil entscheidend mitgestalten. Dazu werden wir im Jahr 2021 mehrere Mandantenveranstaltungen zum Thema Digitalisierung der Buchführung und der kaufmännischen Prozesse im Unternehmen durchführen. Von vielen Mandanten wurde uns der Fachkräftemangel als einer der größten Engpässe ihres Unternehmens benannt. Daher werden wir im kommenden Jahr eine Mandantenveranstaltung durchführen, in der wir Ihnen zeigen, wie Sie sich durch eine sinnvolle Lohnoptimierung als attraktiver Arbeitgeber für Ihre bestehenden aber auch für neue Mitarbeiter präsentieren und diese so langfristig binden.  

Eine Kanzlei im Hochleistungsmodus 

Auch wir haben seit März versucht so etwas wie einen „normalen Geschäftsbetrieb“ aufrecht zu erhalten. Alle, die wie wir in Branchen tätig sind, in denen die Arbeit mit der Krise mehr geworden ist, wissen wovon wir reden. Natürlich ist uns klar, dass das immer noch die bessere Situation ist. Einige Branchen haben zu wenig oder gar keine Arbeit und damit auch einen entsprechenden Verdienst. Spätestens jetzt mit dem zweiten Lockdown, der uns alle wohl noch bis ins nächste Jahr „bremst“, ist an einen ganz normalen Geschäftsbetrieb auch bei uns nicht mehr zu denken. 

Haben wir früher vor Internetportalen gefiebert, um Karten für das Champions-League Spiel oder Tickets für ein Konzert unserer Lieblingsband zu bekommen, hängen wir heute vor den staatlichen Förderportalen, die übrigens auch die leidige Angewohnheit haben sich kurz vor dem „Kaufabschluss“ aufzuhängen, so dass man wieder von vorne anfangen muss. Oder die Server brechen beim Ansturm gerade an den ersten Tagen oder kurz vor Weihnachten komplett zusammen. 

Die Regelungen der sicher notwendigen und gut gemeinten Förderungen ändern sich manchmal stündlich – und natürlich beobachten wir das Geschehen für die optimale Beratung unserer Mandanten. Wir nehmen diese Herausforderung gerne für Sie an. Es ist schließlich unser Auftrag und unsere Verantwortung, Sie gerade auch in Krisenzeiten zu unterstützen. 

Dies alles bringt auch uns an unsere Kapazitätsgrenzen. Daher können wir Ihnen den gewohnten Service besonders nicht in dem Tempo bieten, das Sie sonst von uns gewohnt sind. Die Folge: Sie bekommen Ihre(n) Sachbearbeiter(in) oder auch den Chef nicht direkt ans Telefon, die Antragstellung geht nicht so schnell wie erhofft oder der Jahresabschluss dauert dieses Jahr einfach länger. 

Seien Sie versichert, dass wir hier im Team sehr sorgfältig die Prioritäten abwägen, nach denen wir die Arbeit verteilen und erledigen. 

In der Krise haben wir gelernt, dass wir neue Wege gehen und zusammenhalten müssen. Wir hatten keine Wahl und mussten uns anpassen. Wichtig ist uns als Berater noch mehr für unsere Mandanten da zu sein, sich gegenseitig zu unterstützen, aufeinander zu achten und Vertrauen zu haben, denn in der Krise zeigt sich, ob wir Charakter haben und ob wir bereit sind, Dinge anders zu machen, Neues zu probieren und das was wir haben wertzuschätzen. Wir gestalten unsere Zukunft jetzt, indem wir zusammenhalten und egal was noch auf uns zukommt, wir gehen weiter – gemeinsam!  

Im Namen unseres gesamten Teams bedanken wir uns bei allen Kunden für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit im Jahr 2020. Wir wünschen Ihnen, Ihren Familien und Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern trotz aller widrigen Umstände ein besinnliches Weihnachtsfest und ein gesundes, glückliches und erfolgreiches Jahr 2021 – in der festen Überzeugung, dass wir alle die Krise nicht nur meistern, sondern sogar noch gestärkt aus ihr hervorgehen.  

 

Alle aktuellen Entwicklungen zu Folgen der Pandemie unter der Lupe eines Ingelheimer Steuerberaters verfolgen Sie gerne weiterhin in unserem Blog.